Starkes Comeback gegen die SG Saulheim
Angeschlagen und personell dezimiert ging es für uns zum Auswärtsspiel nach Saulheim. Die ersten Minuten liefen alles andere als ideal. Wir verschliefen die Anfangsphase komplett, gerieten schnell in Rückstand und mussten direkt einen herben Rückschlag verkraften. Nach einer unsauberen Abwehraktion der Gastgeberinnen kugelte sich unsere Mittelfrau Mara Wolf die Schulter aus und konnte das restliche Spiel nur noch von der Bank aus verfolgen.
Für sie sprang Marie Eberhard ein, die gesundheitlich eigentlich geschont werden sollte und das Team nur von der Bank unterstützen wollte. Doch sie biss auf die Zähne und half uns enorm dabei, wieder Stabilität ins Spiel zu bekommen. Auch Maxi Geibel musste an diesem Tag einiges einstecken. Immer wieder geriet sie körperlich an ihre Grenzen, aber genauso oft stand sie wieder auf, kämpfte weiter und warf sich für das Team in jede Aktion. Eine starke Leistung, die uns im Spiel gehalten hat. Nicht zu vergessen Isi Unterweger die fast 60 Minuten Vollgas gab.
Stück für Stück kämpften wir uns zurück in die Partie, fanden besser in die Abwehr und erspielten uns wichtige Ballgewinne. Zur Halbzeit stand ein ausgeglichenes 12:12 auf der Anzeige und wir waren trotz aller Widrigkeiten im Spiel angekommen.
Nach der Pause wollten wir dann zeigen, wer auf dem Platz das Sagen hat. Wir übernahmen die Führung und gaben sie bis zum Schlusspfiff nicht mehr her. Zwar taten wir uns im Angriff weiterhin schwer, doch defensiv standen wir kompakt, geschlossen als Team und jede kämpfte für jede. Spätestens an Lisa Konrad gab es dann kein Vorbeikommen mehr. Mit dieser defensiven Geschlossenheit entschieden wir letztlich die Partie.
Letztendlich reicht ein schönes Trikot allein nicht aus, um zu gewinnen.
Zusätzlich möchten wir betonen, dass Beleidigungen und das Auslachen verletzter Spielerinnen durch Zuschauer nicht unseren Vorstellungen von Fairness und Respekt im Handball entsprechen. Sollte ein solches Verhalten im Rückspiel in unserer Halle auftreten, werden wir konsequent dagegen vorgehen. Es ist bedauerlich, dass die gemeinsame Leidenschaft für diesen Sport nicht für einen respektvollen Umgang miteinander ausgereicht hat.
Ich wundere mich, dass es in der Halle keine „Aufsicht“ gab, die für einen korrekten Ablauf des Spieles sorgte. Ich finde, dass so ein Verhalten dem Verband zu melden wäre. Wir haben als Erwachsene auch Vorbildfunktion für die Kinder und Jugendliche in der Halle.